Die indigene Bevölkerung hat eine besondere Beziehung zu ihrem Grund und Boden. Sie sind historisch mit ihrem Land verwachsen und üblicherweise die Nachkommen der Ursprungsbevölkerung. Über die Jahre haben viele Generationen aus der Tradition heraus ein ganzheitliches Wissen über das Land, die natürlichen Schätze und die Natur entwickelt.

Gemäß der Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen sollte ihnen das volle Maß an Menschenrechten zukommen, sowie eine grundlegende Freiheit ohne Hindernis oder Diskriminierung. Ihre Fähigkeit, sich vollkommen und nachhaltig in der Natur zu entfalten wird immer mehr gestört durch Wirtschafts- und Bildungsbeschränkungen.

Zu Zeiten der Unabhängigkeit Indiens hat die Regierung einen großen Teil der Stammesbevölkerung aufgenommen. Zahlreiche Pläne wurden geschmiedet um die Rechte der Tribals zu schützen und sie mit in die Planung der nationalen Entwicklung einzubeziehen. Beispielsweise wurde die nationale Kommission der Menschenrechte eingesetzt, um einerseits Gräueltaten gegenüber den Ureinwohnern zu verhindern und andererseits ihrer Notlage auf nationaler Ebene Gehör zu verschaffen. Vor allem hält die Fifth Schedule explizit die Rechte der Tribals fest und außerdem Artikel, die ihnen eine positive Diskriminierung, zu ihren Gunsten, zukommen lassen.

Die Fifth Schedule sieht die geteilte Verantwortung zwischen dem konkreten Staat und der Union vor. Die exekutive Gewalt des Staates erweitert seine Aufgaben und nimmt festgelegte Areale (scheduled areas) in ihr Einflussgebiet mit auf, in gleicher Weise wie jedes andere Gebiet des Staates. Dies wurde ausdrücklich im Paragraphen 2 des Fifth Schedule niedergeschrieben. Der Geltungsbereich des Paragraphen 5 (2) des Fifth Schedule erstreckt sich auf ein völliges Verbot des Verkaufes vom immobilen Eigentum an jegliche Personen, die nicht den Tribes angehören. Dies gewährleistet, dass das Anrecht der betreffenden Ländereien in den Händen derer bleibt, die auf diesem Land wohnen und leben, sowie einst ihre Vorfahren. Ferner ist unter Paragraph 3 vorgesehen, dass die exekutive Gewalt sich außerdem um einen Leitfaden über die Territorien der Stämme kümmert, sich verantwortlich fühlt und administrative Aufgaben übernimmt.

Es gibt eine Fülle an natürlichen Ressourcen wie Mineralstoffe und Erze, Wälder und Wasser am zentralen Gürtel des Landes, welches sich über Westbengalen, Bihar, Orissa, Madhya Pradesh, Rajasthan, Maharashtra und Gujarat erstreckt. Diese Gegend ist ebenfalls die Heimat von 80% der indigenen Bevölkerung. Offensichtlich besteht hier ein Interessenkonflikt. Seit den frühen Fünfzigerjahren hat die Industrialisierung ihren Weg in diese weite Gürtelregion gefunden und dabei zahlreiche Adivasi vertrieben, hemmungslos und ohne Reue. Dieser Landraub im Namen des Wirtschaftswachstums des Landes führte zu Landlosigkeit, Verarmung und Langzeitschäden der Natur und Umwelt, von denen die Tribals vollständig abhängig sind. Seit nun fast 200 Jahren sind Stammesgemeinschaften, sowie auch andere Nicht-Stammesbauern und Waldarbeiter, Opfer des Zusammenbruches eines facettenreichen Verhältnisses zur Natur.

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Samata in den Nachrichten

Ravi Rebbapragada, Executive Director, Samatha
- Has been been appointed as a member of the Steering committee on empowerment of scheduled tribes for formulation of the twelfth Five Year Plan (2012-2017) by planning commission of India
- Member of National Forest Rights Act Committee […]

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Begleitende Seiten

-Balamitra - Tribal Education Programme.
-Dhimsa - Monthly Magazine.
-Crynet Collective - CBO's Network.
-mm&P - Community and Natural Resources.